Need for Speed 2015

Need for Speed – Back to the Roots oder gefangen in den alten Fesseln?

Ohne Zweifel hat die Need for Speed Serie in den letzten Jahren ein wenig gelitten. Titel, wie The Run oder Rivals, kamen bei den Fans nicht mehr so gut an und immer mehr Fans wünschten und wünschen sich eine Rückkehr zu mehr Tuning und mehr coolen Straßenrennen durch die nächtliche Großstadt.

Ghost Games, seit 2013 Hauptentwickler für alle aktuellen & zukünftigen Need for Speed Titel, möchte diesem Wunsch der Fans jetzt folgen und hat mit „Need for Speed“ ein Spiel vorgestellt, welches zum Einen die Wünsche der Community und der Fans erfüllen soll und zum Anderen der Need for Speed Serie wieder zu mehr Popularität verhelfen soll.

Bereits zur E3 konnten wir uns über actionbeladene Trailer vollgepackt mit getunten Autos und interessanten Driftmoves freuen – aber kann uns Need for Speed auch im Gameplay überzeugen oder versprechen die Trailer wieder mal mehr als eigentlich dahinter steckt? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, sind wir auf Einladung von EA nach Köln gereist und haben uns unser eigenes Bild von Need for Speed gemacht.

Grafisch konnte uns die spielbare Demo bereits in der Garage bei der Fahrzeugauswahl überzeugen. Die Frostbite Engine liefert hier schöne Motive, die das Spielerherz höher schlagen lässt. Trotz spärlicher Ausstattung des Abstellplatzes konnten wir zwischen 5 Fahrzeugen auswählen, die jedem Rennspielliebhaber zusagen sollten. Bei der Qual der Wahl zwischen Ford Mustang GT, Nissan GTR Skyline XPGC von 1973, Mitsubishi Lancer Evolution IX, Nissan 180SX und 911 Carrera RSR entschieden wir uns dann doch für die deutsche Ingenieurskunst aus Stuttgart, nur um nach der Fahrzeugauswahl noch mit einer Vielzahl an Möglichkeiten zur visuellen Darstellung des virtuellen Traumwagens konfrontiert zu werden.

Hier konnte man eindeutig feststellen, dass die Entwickler auf die Fans gehört haben und visuelles Tuning wieder ein großer Bestandteil des kommenden Need for Speed-Ablegers wird. Bei so vielen Möglichkeiten verging die Zeit wie im Flug und so musste der Ein oder Andere nach mehr als 15 Minuten darauf hingewiesen werden, dass es sich eigentlich um ein Rennspiel handelt und das erste Sprintrennen in wenigen Sekunden startet. So kam es zu teils hektischen Reaktionen, um doch noch kurz einen Blick auf die Handlingseinstellung zu werfen.

Im Groben gab es in der spielbaren Demo zwei Möglichkeiten sein Auto an seinen Fahrstil anzupassen: Entweder mit Gummi auf der Straße oder über die Ideallinie schnell zum Ziel.
Wem das Fahrverhalten von beispielsweise Hot Pursuit (2010) gefällt, der sollte das Handling des Fahrzeugs auf Drift einstellen und so das Fahrzeug quer um jede noch so kleine Kurve bewegen. So wurden bei unseren Spielsesssions zwar nicht unbedingt die schnellsten Zeiten in den Sprintrennen gefahren, wir hatten aber umso mehr Spaß in den Driftevents.
Personen mit mehr Spaß an rundkurserprobtem Fahrstil und denen Bremspunkte und Scheitelpunkt keine Fremdwörter sind, können ihr Auto auf Grip einstellen. Mit diesem aus Shift bekannten Stil ist es möglich die Kurven sehr eng zu nehmen und trotzdem die volle Kontrolle über das Auto zu behalten. Bei unseren Spielsessions fielen so Rundenrekorde nach Rundenrekorden und schon nach der relativ kurzen Eingewöhnungszeit fühlten wir uns pudelwohl in unserem virtuellen Renner.

Zusammengefasst hat Ghost beim neuesten Need for Speed bisher sehr viel richtig gemacht. Die Rückkehr zu mehr Tuningmöglichkeiten und einem Underground-Feeling wird viele Fans sehr freuen. Wir hatten an den schier unendlichen Möglichkeiten auf alle Fälle sehr viel Spaß. Beim Fahrverhalten gibt es hingegen noch Verbesserungsmöglichkeiten. So ist speziell das Gripverhalten für die Punktejagd doch noch nicht so gut geeignet wie wir uns das gewünscht hätten. Hier haben uns die anwesenden Entwickler allerdings versichert, dass sich seit der Fertigstellung der Demo und dem aktuellen Stand bereits einiges getan hat. Auch die Möglichkeit im fertigen Spiel deutlich mehr Änderungen am Handling vornehmen zu können freuen uns sehr.

Unserer Meinung nach entwickelt sich das Spiel in die richtige Richtung und Need for Speed hat definitiv das Potenzial der Serie wieder etwas Schwung zu bringen. Ob dieses auch genutzt wird oder es doch nur ein weiterer Need for Speed Titel wird, entscheidet sich allerdings erst zum Release des Spiels. Richtige neue und innovative Ideen sind auch hier nur schwer auszumachen und es bleibt ein wenig der fade Beigeschmack eines neu verpackten alten Konzeptes. Sollten die Entwickler bis zum Release ihr Engagement und ihre Ideen allerdings weiterhin so engagiert verfolgen wie dies bisher geschehen, ist freuen wir uns im Herbst auf ein tolles Spiel, welches sicherlich bei uns auf der Festplatte zu finden sein wird.

Das neue Need for Speed soll am 03. November 2015 für PC, PS4 und Xbox One erscheinen und kann bereits bei Amazon.de und Origin vorbestellt werden.

Videovorstellung

Need for Speed Payback Gameplay Trailer

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